2 Wochen intermittierendes Fasten | meine Erfahrungen

Vor ca. einem Jahr habe ich zum ersten Mal über intermittierendes Fasten gelesen und vor zwei Wochen startete ich den Eigenversuch. Ich kann definitv sagen dass, intermittierendes Fasten seine Vorteile hat. Doch was ist intermittierendes Fasten und welche Vor- und Nachteile bringt es mit sich? Mehr dazu im heutigen Post!

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Wie ich zum Thema intermittierendes Fasten kam

Vor etwa einem Jahr habe mich zum ersten Mal über das Thema Fasten schlau machen wollen. Viele meiner Freunde haben verschiedene Fast-Arten ausprobiert und ich wollte mehr darüber wissen. Über Recherche bin ich dann zum Thema intermittierendes Fasten gestossen und das Konzept hat für mich sofort Sinn gemacht. Wenn wir den ganzen Tag essen ist auch unser Magen und unser Darm den ganzen Tag damit beschäftigt das Essen zu verdauen. Dafür wird sehr viel Energie gebraucht und da diese konstant im Magen-Darm Bereich benötigt wird, fehlt sie uns selbst die Energie um wach und fit zu bleiben.

Damals war ich für so eine Veränderung noch nicht bereit. Seit einigen Monaten jedoch hatte ich das dringende Gefühl etwas an meinen Essensgewohnheiten zu ändern da ich ständig am Snacken war und auch sonst mich nicht sehr gesund ernährt habe. Auch hatte ich das Gefühl, schlechter zu schlafen da ich immer super spät noch was zu mir genommen habe. Das musste sich ändern! Also habe ich mich dann dazu entschieden für zei Wochen intermittierend zu Fasten.

 

Was ist intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten besteht aus einer Fast-Phase und einer “Essens”-Phase. Während einer gewissen Anzahl Stunden sind dann Kalorien jeglicher Art verboten und während den verbleibenden Stunden isst und trinkt man wie gewohnt. Der wohl meist angewendete Zyklus ist 16/8 : 16 Stunden fasten und während 8 Stunden sich wie gewohnt ernähren. Ich habe mich während den 2 Wochen ebenfalls für den 16/8 Zyklus entschieden und diesen mehr oder weniger so durchgezogen.

Während der Fast-Zeit können Wasser, ungesüsster Tee und schwarzer Kaffe konsumiert werden. Eigentlich alles was keine Kalorien enthält denn der Magen-Darm Bereich soll ja ruhen können! Dies mag hart klingen aber ganz ehrlich, es geht ziemlich gut. Ganz wichtig: Intermittierendes Fasten ist keine Diät! Grundsätzlich änderst du nichts ausser die Zeitspanne in der du das gwohnte zu dir nimmst.

 

Meine Erfahrungen

Als erstes muss ich sagen, dass ich schon ziemlich natürlich einen Fast-Zyklus habe. Ich habe morgens selten hunger und esse deshalb oft  erst ab Mittag meine erste Mahlzeit. Das einzige was ich ändern musste war dass ich während der Fast-Zeit keine kalorienhaltige Gertränke zu mir nehmen konnte und nach der “Essens”-Zeit nicht mehr Snacken konnte.

Die 8 Stunden habe ich von 12 bis 20 Uhr festgelegt. Essens-Technisch war es super einfach für mich. Ich hatte mein”Frühstück” um 12, mein Dinner um 18/19 Uhr und dazwischen Snacks und andere kleine Häppchen. Der schwerste “Verzicht” war für mich mein geliebtes Soylatte am Morgen, und kalorienhaltige Getränke nach 20 Uhr. Nebst dem muss ich sagen, dass das intermittierende Fasten einfacher durchzuziehen war als erwartet. Ich hatte nicht das Gefühl mich einzuschränken oder dass es mein Leben komplizierter macht – eher im Gegenteil! Da ich 16 Stunden lang nicht ans Essen denken musste, machte es mir den Alltag sogar etwas einfacher.

 

 

Persönliche Vorteile durch intermittierendes Fasten

Mehr Wasser

Eines der grössten Vorteile die ich während des intermittierenden Fastens für mich festgestellt hatte war, dass ich unmengen mehr Wasser und Tee zu mir genommen habe. Normalerweise habe ich echt ein Problem damit täglich genügend Wasser zu trinken doch da ich die Zeit bis um 12 irgendwie überbrücken musste, habe ich einfach vermehrt Tee und Wasser getrunken. Dadurch habe ich auch herausgefunden dass ich oft esse obwohl ich eigentlich Durst habe.

Weil ich so viel mehr Wasser zu mir genommen habe, hat sich meine Haut ebenfalls extrem verbessert. Ausserdem war ich weniger müde da ich so gut wie nie dehydriert war (wie sonst normalerweise ziemlich jeden Tag;) ).

Fokussiert wie noch nie

Kennst du das Gefühl ständig in einer Wolke zu leben und dich nur halbwegs konzentrieren zu können? Ich leide unter diesem Sydrom quasi jeden Tag nachdem ich zu Mittag gegessen habe. Aber lass mir dir sagen, während den zwei Wochen Fasten war diese Wolke weg! Dieses Gefühl hatte ich das letzte Mal als ich mich anfang 2017 für einen Monat lang vegan ernährt habe. Mich auf Aufgaben zu konzentrieren war noch nie so einfach wie in den letzten 2 Wochen.

Diesen Vorteil habe ich mir schon vor dem intermittierenden Fasten erhofft da ich schon viel davon gehört habe. Es dauerte zwar etwas aber so nach 6 Tagen war mein Gehirn klar wie ein blauer Himmel! Dies wird auch einer meiner Hauptgründe sein warum ich intermittierendes Fasten sehr wahrscheinlich weiterführen werde auch wenn es nicht so strikt sein wird – because life happens 😉

Bewussteres Essen

Da ich mich immer auf die erste Mahlzeit des Tages so gefreut hatte, habe ich auch viel mehr darauf geachtet was ich zu mir nehme. Die erste Mahlzeit des Tages war immer wie eine kleine Feier und aus diesem Grund habe ich mir die letzten 2 Wochen immer etwas spezielleres gemacht als üblich. Ich habe viel mehr selbst gekocht und bei den Zutaten immer die gesündere Variante gewählt.
Auch gab mir das Fasten das Gefühl mir was Gutes zu tun und wollte aus diesem Grund es nicht mit Junk-Food vermiesen.

 

Nachteile des intermittierenden Fastens

Wochenenden

Ich liebe es an Wochenenden weg zu gehen und einen (oder zwei) gute Drinks zu haben. Glücklicherweise skippe ich momentan sehr oft den Alkohol doch auch andere kalorienhaltige Getränke sind nach der Essens-Phase eigentlich nicht mehr erlaubt. Ebenfalls ist es manchmal schwierig wenn man mit Freunden essen geht, denn 20.00 ist an Wochenenden schon ziemlich früh um dann nichts mehr zu sich zu nehmen!
Ich habe mich in diesen 2 Wochen nicht immer an die Regel gehalten. Ab und zu war es möglich die Fast-Stunden etwas zu verschieben und machmal habe ich sie dann einfach ein wenig gekürzt.

schwarzer Kaffee

Einer der besten Gründe für mich morgens aufzustehen ist mein geliebter Soylatte! Auf diesen zu verzichten war das Schwierigste während den 2 Wochen Fasten. Schwarzer Kaffee ist einfach nicht so mein Ding, auch wenn ich mich nun etwas daran gewohnt habe. Sehr oft habe ich dann auch statt Kaffee einen Earl Grey Tee zu mir genommen da dieser für mich etwas besser schmeckt als ein langweiliger schwarzer Kaffee 😉

 

Fazit

Für 2 Wochen intermittierend zu Fasten war eine gute Erfahrung. Es ist erstens eigentlich zimelich easy durchzuziehen und 2. hatte es für mich wirkich tolle Vorteile. Ich habe beschlossen das intermittierende Fasten weiterhin in mein Leben zu integrieren jedoch ohne zu streng zu sein. Alles was wir tun sollte aus Überzeugung passieren und uns gut tun und aus diesem Grund wende ich intermittierendes Fasten so gut an wie es für mich am besten geht.

Ich denke dass mir das intermittierende Fasten momentan sogar helfen könnte meinen Alltag etwas zu strukturieren. Ich bin morgens immer sehr produktiv, habe jedoch oft bemerkt dass ich sehr viel Zeit an Essen und Kaffee verschwende. Seit ich dies am Morgen nicht mehr wirklich machen kann, hatte ich viel mehr Zeit die wichtigsten Aufgaben zu erledigen und konnte dann zu Mittag mein Essen in vollen Zügen geniessen. Ausserdem hatte ich auch das Gefühl, etwas besser zu schlafen da ich nach 20.00 keine Mahlzeiten mehr zu mir genommen habe.

Grundsätzlich kann ich sagen dass mir das intermittierende Fasten sehr gefallen hat und dass ich es sicherlich +/- weiterziehen werde. Mal sehen wohin es mich führt!

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