Meine Garderobe ist sehr minimalistisch. Momentan habe ich um die 40 Kleidungsstücke und auch wenn manche von euch vielleicht denken dass dies sehr wenig ist, es reicht vollkommen!

Seit ich den Film “the true cost” gesehen habe hat sich vieles in meiner Beziehung zu Kleidern und Mode verändert. Ich habe nach dem Film monatelang keine Kleidung mehr gekauft und bin viele meiner Kleidungsstücke über Flohmärkte losgeworden. “The true cost” war nicht die einzig treibende Kraft für diese Veränderung, auch habe ich mich schon vorher vermehrt mit dem Thema Minimalismus auseinandergesetzt und das Buch von Marie Kondo “the magic of tidying up” gelesen und in mein Leben eingeführt. Weiter habe ich mich mehr über die Methode des Capsule Wardrobes informiert, welches ich als das Go To für eine perfekte, bewusste und stressfreie Garderobe empfinde. Dies sind alles Themen die ich einzeln behandeln könnte und sehr wahrscheinlich auch werde, doch heute will ich vor allem über meine minimalistische Garderobe sprechen!

Meine Garderobe


  • 3 Paar schwarze Hosen
  • 2 Paar Jeans
  • 3 Kleider
  • 1 Overall
  • 5 dünne Pullover
  • 4 dicke Pullover
  • 2 festliche Oberteile
  • 10 Shirts
  • 5 Cardigans
  • 2 Blazer
  • 1 Paar Wintershorts
  • 1 Rock

Sonstiges


  • 3 Wintermäntel
  • 1 Lederjacke
  • 1 Paar Handschuhe
  • 2 Winterschals
  • 2 Paar flache Winterschuhe
  • 3 Paar hohe Schuhe
  • 1 Paar festliche Schuhe
  • 1 grosse, eine mittlere und eine kleine Handtasche
  • Socken, Unterwäsche und Badesachen

Diese Teile zähle ich nicht zur Garderobe.

 

Die Sommersachen habe ich in der Aufstellung nicht mitgezählt da sich diese momentan schon im Keller befinden. Ich benenne meine Garderobe bewusst minimalistisch und nicht als eine Capsule Wardrobe, da ich noch an der Zusammenstellung einer Capsule Wardrobe dran bin. Meine Garderobe muss noch um einige Teile erweitert oder ersetzt werden und natürlich werde ich, sobald ich es als Capsule Wardrobe bezeichnen kann, einen Blogpost schreiben in dem alle Teile vorgestellt werden!

Nicht nur erleichtert mir meine kleine Garderobe die Auswahl meiner Outfits, sie hilft mir auch bewusster mit Mode umgehen zu können. Wo ich früher impulsiv und ohne nachzudenken eingekauft habe, weiss ich heute genau was ich haben will und entscheide mich nur noch für Teile die mir wirklich gefallen, eine gute Qualität haben und länger als nur eine Saison lang getragen werden können.
Ich habe früher oft mehrere Teile für wenig Geld gekauft was mir schlussendlich teurer kam als heute, wo ich weniger Teile kaufe aber in die Stücke investiere. Oft sind mir qualitativ schlechtere Teile beim Waschen eingegangen, haben die Form und die Farbe verloren und sind durch das schlechte Material schnell kaputt gegangen. Ich will nicht sagen dass teuer gleich besser ist, ich habe heute noch 2 Teile welche ich schon seit Jahren besitze und ich damals sehr günstig ergattern konnte.

 

Ich hätte nie gedacht dass ich mit 40 Kleidungsstücken zurechtfinden würde. Doch ich muss ehrlich sagen, es ist nicht nur viel leichter und stressfreier, es hat mir auch geholfen meinen Stil und meine Vorlieben zu finden. Ich würde behaupten dass ich nie wirklich einen eigenen Stil hatte. Ich habe gekauft was es in den Läden zu finden gab und meistens waren dies Trendteile. Aus diesem Grund hatte ich auch nie die Chance gehabt glücklich mit meiner Garderobe zu sein, denn so schnell wie die Trends und Kollektionen wechseln (im Fast Fashion Bereich bis zu 24 Mal im Jahr) konnte ich nie und nimmer mit dem momentanen Trends mithalten. Niemand kann das und das habe ich dank der Minimalisierung meiner Garderobe verstanden.

Wenn man nur noch so wenig Teile hat will man Kleidungsstücke, die zu einem selbst und zu allen anderen Teilen passen. Man will dass diese kleine Auswahl so gut wie möglich die eigene Persönlichkeit widerspiegelt und dass man sich in den Teilen wohl und unverfälscht fühlt. Das war Anfangs für mich sehr tricky. Aus diesem Grund habe ich diejenigen Stücke in welchen ich mich nicht wie mich selbst fühlte verkauft oder weggegeben und bin auf die Suche nach meinem Stil. Ich habe in verschiedensten Stores alles mögliche anprobiert, auch Teile welche ich nie in die Hände nehmen würde. Ich wollte herausfinden was mir steht, was nicht, was mir gefällt und was mir nicht gefällt. Die grösste Challenge dabei war es nichts zu kaufen, denn ich wollte zuerst herausfinden wie meine Garderobe aussehen sollte. Ich muss zugeben dass ich manchmal schwach wurde, aber es wird einfacher 😉

Es geht mir bei meiner minimalistischen Garderobe nicht darum so wenig Teile wie möglich zu besitzen. Ob ich dann mit meiner Capsule Wardrobe 50 oder mehr Teile besitze spielt für mich keine Rolle. Es geht mir darum nur das zu besitzen was ich wirklich brauche und liebe und nicht in den unsinnigen Kaufrausch fälle um dann einen Haufen Kleidungsstücke in den Schrank drücken zu müssen von denen 70% sowieso nie getragen werden. So ganz nach dem Motto “buy less, choose well, mak it last” von Vivienne Westwood!

Meine Garderobe zu minimalisieren und zu einer Capsule Wardrobe umzufunktionieren war ein langer Prozess welcher immer noch anhält. Es ist nichts was von heute auf morgen passiert und es brauchte ab und zu viel Überwindung ein Teil wegzugeben obwohl ich es nie getragen habe. Doch wenn die Garderobe nur noch aus Lieblingsteilen besteht welche jeden Tag getragen werden können ist mir jeder Aufwand wert und ich würde diese Entscheidung immer wieder treffen wollen.

 

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